Die Rentenlücke ist keine exakte Zahl, die du einmal berechnest und dann für immer kennst.

Sie ist eine Orientierung.

Sie zeigt dir, ob deine voraussichtlichen Einnahmen im Alter zu deinem gewünschten Leben passen oder ob du zusätzlich vorsorgen solltest.

Stand: 25. Mai 2026

Was bedeutet Rentenlücke?

Vereinfacht:

Rentenlücke = gewünschtes monatliches Einkommen im Alter minus erwartete monatliche Einnahmen im Alter

Wenn du später zum Beispiel 2.200 Euro netto im Monat brauchst und aus gesetzlicher Rente und anderen sicheren Quellen 1.600 Euro erwartest, liegt deine grobe Lücke bei 600 Euro pro Monat.

Das ist keine perfekte Prognose. Aber es ist besser als gar keine Orientierung.

Starte mit deiner Renteninformation

Die Deutsche Rentenversicherung verschickt regelmäßig Renteninformationen. Sie sollen dir einen Überblick über deine bisher erworbenen Ansprüche und die voraussichtlich erreichbare Altersrente geben.

Wichtig: Die Zahl ist keine Garantie für deine spätere Kaufkraft.

Sie hängt unter anderem davon ab, wie du weiter verdienst, wie sich Renten entwickeln, wann du in Rente gehst und wie Inflation wirkt.

Trotzdem ist die Renteninformation ein guter Startpunkt.

Welche Einnahmen gehören dazu?

Notiere grob:

Noch nicht alles muss perfekt bewertet sein.

Es geht zuerst darum, nichts Wichtiges zu vergessen.

Welche Ausgaben brauchst du später?

Viele Menschen rechnen zu optimistisch.

Manche Kosten sinken im Alter. Andere bleiben oder steigen.

Prüfe grob:

Wenn du heute noch nicht weißt, wie dein Leben später aussieht, arbeite mit Szenarien.

Drei einfache Szenarien

Du kannst mit drei Varianten rechnen:

  1. 1. Basis: Was brauche ich mindestens, um ruhig leben zu können?
  2. 2. Normal: Was wäre ein realistischer Alltag?
  3. 3. Wunsch: Was würde mehr Freiheit ermöglichen?

So siehst du nicht nur eine Zahl, sondern eine Spanne.

Das passt besser zum echten Leben.

Inflation nicht vergessen

1.500 Euro heute sind nicht automatisch 1.500 Euro in 20 oder 30 Jahren.

Inflation bedeutet, dass Geld mit der Zeit Kaufkraft verlieren kann.

Für den Anfang musst du keine komplizierte Inflationsrechnung machen. Aber du solltest verstehen: Eine Rentenlücke in heutigen Euro kann später größer wirken, wenn Preise steigen.

Was du aus der Lücke ableitest

Wenn du eine grobe Lücke erkennst, hast du mehrere Hebel:

Der wichtigste Hebel ist oft Zeit.

Je früher du beginnst, desto weniger muss jeder einzelne Monat perfekt sein.

Was du nicht tun solltest

Du solltest nicht aus Angst irgendeinen Vertrag unterschreiben.

Du solltest aber auch nicht warten, bis alles perfekt berechnet ist.

Ein guter Mittelweg:

Verbindung zur neuen Altersvorsorge

Ab 2027 soll die geförderte private Altersvorsorge in Deutschland reformiert werden. Nach Bundesregierung und Bundesfinanzministerium sollen künftig unter anderem Altersvorsorgedepots ohne Garantie, Standardprodukte und begrenzte Kosten eine größere Rolle spielen.

Das kann für viele Menschen relevant werden.

Aber zuerst solltest du wissen, welche Lücke du überhaupt schließen möchtest.

Mini-Rechnung

Nutze diese einfache Vorlage:

Diese Rechnung ist grob. Genau deshalb ist sie nützlich.

Sie bringt dich ins Handeln, ohne dich in Scheingenauigkeit zu verlieren.

Nächster Schritt

Wenn du den Altersvorsorge-Bereich als Ganzes einordnen möchtest:

Altersvorsorge einfach einordnen

Wenn du vorher deine Sparquote prüfen willst:

Sparquote berechnen

Wenn du langfristiges Investieren erst verstehen möchtest:

Investieren für Einsteiger